Auf einen Blick

 Präzision im Detail und dabei stets das große Ganze im Blick behalten – das ist die Herausforderung guter
Gartengestaltung. Wie immer an dieser Stelle zoomen wir in fünf wunderbare Gärten und zeigen an aus­
gewählten Beispielen die Vielfalt kreativer Lösungen.

Ein wenig Gesellschaft

Quellsteine sind etwas Wunderbares, bringen sie doch lebendig plätscherndes Wasser auch in den kleinsten Garten. Hier wurde das steinerne Becken sogar zum Kunstobjekt erhoben. Die Skulptur scheint den Schatten am Wasser zu genießen und verkörpert damit perfekt die entspannende Wirkung eines solchen Wasserspiels. Dem Spatz scheint sie auch zu gefallen.

Planung und Ausführung:
Majuntke Gärtner von Eden, Mainburg

 

Einfach schön spielen

So einfach lässt sich ein Kinderspielbereich in den Garten integrieren. Direkt an den Rasen grenzt der großzügige Streifen mit Spielsand, der sich bestens mit Bagger und Kipper „beackern“ lässt. Der Clou: Eine einfache Viehtränke, auf Dreikäsehoch-Höhe angebracht, sorgt auf Knopfdruck für Wassernachschub zum Matschen.

Planung und Ausführung:
Grütters Gärtner von Eden, Sonsbeck

Beet mit doppeltem Boden

Herausforderung geschickt gelöst: Räume im Souterrain haben oft den Nachteil, dass sie recht dunkel sind und der Blick durch die Fenster auf eine mit Beton abgestützte Böschung fällt. Das ist hier vollkommen anders: Vor den bodentiefen Fenstern entstand eine lichte Holzterrasse, die Böschung trat dadurch mehrere Meter zurück und lässt reichlich Licht in die Räume. Außerdem verschwinden die konstruktiv notwendigen Stützelemente fast vollkommen hinter einer üppigen Gräserbepflanzung, die sich mit dem darüber liegenden Beet zu einer wunderbar natürlichen Kulisse verbindet.

Planung und Ausführung:
Goroncy Gärtner von Eden, Densteinfurt

Draußen drinnen sitzen

Achtung, nicht gegen die Scheibe laufen! Dank durchgehenden Bodenbelags und stützenloser Fenster verschwimmen hier die Grenzen zwischen drinnen und draußen komplett. Ist es warm genug, lassen sich die Glaselemente zur Seite schieben. Bei frostigeren Temperaturen bleiben sie einfach zu, und trotzdem hat man das Gefühl, mitten im Garten zu sitzen.

Planung und Ausführung:
Bahl Gärtner von Eden, Kiebitzreihe

Versatzstück

Man stelle sich vor, dieser Gartenweg verliefe schnurgerade. Abgesehen davon, dass dann im Beet nicht mehr ausreichend Platz für den schönen Solitärahorn (Acer shirasawanum ‘Aureum’) wäre, verlöre er dadurch auch jede Spannung und gestalterische Eigenständigkeit. Erst die paar Zentimeter, die er nach rechts rückt, machen ihn attraktiv. Weiterer gestalterischer Kunstgriff: die Nische in der Hecke, auf die der Weg zuführt. Ob sich da wohl etwas verbirgt?

Planung und Ausführung:
Gartenplan Esken & Hindrichs, Leichlingen