Der richtige Bodenbelag im Garten – Naturstein, Klinker, Betonstein & wassergebundene Wege
Neben der Pflanzenauswahl sind es vor allem Bodenbeläge im Garten, die das Bild eines Gartens prägen. Allein im Bereich Stein ist das Angebot vielfältig und die Wahl will wohl überlegt sein, schließlich besteht ein wesentlicher Vorteil der steinernen Beläge in ihrer enormen Haltbarkeit – und damit hat die Entscheidung jahrzehntelang Bestand.
Wenn Stein im Garten als Bodenbelag zum Einsatz kommt, hat er in der Regel eine Funktion zu erfüllen: eine ebene Fläche schaffen, auf der Grill und Gartenmöbel Platz finden, für Trittsicherheit auf dem Weg von A nach B sorgen, In Gestalt von Stufen Höhenunterschiede überwinden. Doch reine Funktionalität ist nur ein Aspekt, der das Material Stein in der Gartengestaltung unentbehrlich macht.
Der andere, sicher ebenso wichtige, sind seine ästhetischen Qualitäten. Allerdings sind die aufgrund der Vielfältigkeit des Materials und seiner Bearbeitungsformen so breit gefächert, dass es genauer Überlegungen bedarf, welcher Stein zum Einsatz kommen soll. Dabei steht immer der Blick auf Architektur, Stil und Farbkonzept von Haus und Garten ganz oben auf der Prioritätenliste, denn der Stein prägt wesentlich die Optik eines jeden Gartens, ist gewissermaßen materielle Brücke zum Haus und muss dementsprechend zu beidem passen, wenn sich ein harmonisches Ganzes ergeben soll.


Naturstein im Garten:
Terrassenbelag, Wege & Stufen – langlebig, hochwertig und vielseitig
Allein darüber lassen sich Bücher schreiben. Oberflächenstruktur, Farbigkeit, Härtegrad – all das hängt von der mineralischen Zusammensetzung des Gesteins ab und entsprechend vielfältig ist das Erscheinungsbild. Das Farbspektrum reicht von Schneeweiß bis Schwarz, von grünlich über Sandtöne bis Rot. Unterschiedliche Bearbeitungsarten sorgen für eine Potenzierung der Möglichkeiten. Eine unüberschaubare Auswahl also, zumal gilt, dass Naturstein als Bodenbelag grundsätzlich zu jedem Gartentyp passt. Deshalb treffen die Gärtner von Eden stets eine kleine, sorgfältig durchdachte Vorauswahl für ihre Kunden und geben eine klare Empfehlung ab.
Ein Gutteil der Natursteine, die hierzulande angeboten werden, stammt aus Indien, China oder auch Brasilien, weil die oft preisgünstiger als europäisches Material sind. Doch für nahezu alle ästhetischen Wünsche gibt es auch europäische oder gar einheimische Gesteinsarten. Gerade Materialien aus lokalen oder regionalen Steinbrüchen haben den Vorteil, dass sie ein für die jeweilige Region typischer und damit stilbildender Baustoff sind, der sich harmonisch in die Umgebung einfügt. Grundsätzlich gilt Naturstein als enorm haltbarer Baustoff, wobei dies je nach mineralischer Zusammensetzung Bearbeitung und der Verlegung variiert. Sandsteine und Schiefer etwa zeigen schneller Verschleißerscheinungen als Hartgesteine wie etwa Granite oder Marmor.

Vier bis sechs Zentimeter stark sollte eine Natursteinplatte für Terrassen oder Wege schon sein, wobei ihre sonstigen Abmessungen vor allem durch den gestalterischen Charakter des Gartens bestimmt werden. Großformatige Platten mit 80 Zentimetern sind aufgrund des geringen Fugenanteils sowohl aus ästhetischer wie auch aus pflegerischer Sicht hoch attraktiv. Einen großen Vorteil von Naturstein sehen die Gärtner von Eden außerdem in seiner schier unbegrenzten Flexibilität. So lassen sich Bauelemente fast beliebig individuell zuschneiden.


Klinker im Garten: regionaler Bodenbelag mit Charakter für Wege und Terrassen
Bei Klinker handelt es sich auch um einen Naturstein und zwar um einen, der eindeutig regionalen Charakter hat. Denn vor allem in Nord- und Teilen Ostdeutschlands prägen Klinker das Erscheinungsbild von Häusern und Gärten. Naturstein deshalb, weil Klinker, die ihren Namen tatsächlich dem klingenden Geräusch verdanken, das die Steine beim Gegeneinanderschlagen verursachen, aus ton-, silikat- und aluminiumoxidhaltigen Erden bestehen. Diese werden bei über 1.200 Grad gebrannt. Durch die hohe Brenntemperatur schließen sich die Poren des Materials, wodurch Klinker enorm haltbar werden. Je nach Zusammensetzung des Ausgangsmaterials variiert ihre Farbe zwischen leuchtendem Rot, Beige- und Rosttönen bis hin zu Dunkelbraun und fast Schwarz. Klinker als Terrassenbelag oder Wegpflaster passen vor allem zu modernen oder auch naturnah gestalteten Gärten je nach Architektur des Hauses.
Typisch für Klinker im Garten ist auch, dass er zwar in vielen, aber größenseitig klar begrenzten Formaten verfügbar ist. Das bedeutet, dass man immer einen relativ hohen Fugenanteil hat. Und der neigt zum Vergrünen. Doch die Kleinteiligkeit macht eben auch den Charme des Materials aus. Je nach Verlegeart eignen sich Klinker bestens dazu, Flächen zu strukturieren. Gleichzeitig gilt es zu bedenken, dass Klinker aufgrund ihrer glatten Oberfläche schnell rutschig werden können.


Betonstein als moderner Gartenboden: große Formate, klare Linien und regionale Produktion
Betonstein klingt für viele Gartenbesitzer nach Tristesse und purer Funktionalität, dabei ist er ein durchaus charaktervolles Baumaterial mit eigenständigen ästhetischen Qualitäten. Betonsteinplatten für Terrasse und Wege passen zu modernen, geradlinigen Gärten, ist allerdings oft nur zehn oder 20 Jahre schön anzusehen. Dann zeigen sich Gebrauchsspuren. Und Produkte, die dieser Alterung mit einer Beschichtung trotzen, sind preislich auf dem Niveau von Naturstein. Trotz dieser Skepsis kann Betonstein auch bei den Experten durchaus punkten: Auch hier handelt es sich um ein Naturprodukt zu tun und wartet je nach Zusammensetzung mit einem Farbspektrum von Weiß über Beige und verschiedene Graunuancen bis hin zu Anthrazit auf.
Außerdem stammt Betonstein in der Regel aus regionaler Produktion, was allzu lange Transportwege vermeidet. Seine Fans überzeugt er derzeit vor allem mit extremen Großformaten jenseits von einem Meter Kantenlänge, die eine moderne, großzügige Anmutung des Gartens erzielen. Eine besondere Oberflächenbearbeitung sorgt – etwa im Poolumfeld – für Rutschfestigkeit. Und mit dem nötigen Kleingeld zeigt sich Betonstein in Sachen Individualität ähnlich flexibel wie Naturstein, denn von der Blockstufe im Sonderformat bis hin zur frei schwebenden Treppe können Elemente passgenau angefertigt werden.

Wassergebundene Wegedecke: natürlicher Bodenbelag für Wege und Sitzplätze
Das ist keine Bezeichnung, die im Sprachgebrauch des Gartenlaien an der Tagesordnung wäre. Hier finden sich eher Vokabeln wie Splittweg oder Kiesfläche. Gemeint ist das Gleiche: eine Fläche aus verdichtetem Untergrund, Trag- und Ausgleichsschicht. Darauf kommen dann vier bis sechs Zentimeter Splitt oder Kies als Deckschicht. Wassergebundene Wegdecken sind eine Form der Befestigung, die man vor allem aus öffentlichen Anlagen kennt, denn solche Wege müssen regelmäßig begangen werden, da erst dadurch die Befestigung erfolgt. Wassergebundene Wegedecken empfehlen sich vor allem für kleinere Flächen, etwa eine Sitzecke und das gern in naturnahen Gärten. Wesentliche Vorteile dieser Art von Bodenbelag liegen in ihrer hohen Wasserdurchlässigkeit und in der sehr natürlichen Wirkung. Allerdings kann sich in der Deckschickt leicht Unkraut ansiedeln und Kies und Splitt können dauernd mit den Schuhen ins Haus geschleppt werden.
