Garten mit inneren Werten

Dieser Garten ist vergleichsweise klein, dafür wachsen in ihm gleich vier große alte Bäume – ein wunderbarer Anblick, aber auch eine Herausforderung, weil sie weite Teile des Gartens in Dauerschatten tauchen. Nach der Umgestaltung präsentiert sich der Garten als intimer Innenhof, romantischer Waldgarten und vielfältiges Pflanzenparadies in einem.

Dieser Garten ist ein gutes Beispiel dafür, dass Gartengestaltung viel mit Fantasie zu tun hat. Trotz leerer Beete und loser Bodenplatten vor der Gartenumgestaltung war deutlich zu erkennen, dass irgendwann schon einmal jemand Kreativität, Arbeit und Geld in diesen Garten investiert hatte. Nun hatten Haus und Garten neue Eigentümerinnen, und die wünschten sich für ihren Außenbereich eine ebenso grundlegende Modernisierung, wie sie sie bereits im Inneren der Immobilie initiiert hatten. Gleichzeitig zeigten sie sich offen dafür, Elemente aus dem Bestand zu übernehmen – nicht ganz so einfach, sollte sich doch der Gartenstil deutlich wandeln und aus dem vormals mediterran geprägten Areal ein zeitgemäßer Ästhetengarten werden.

Tatsächlich gelang dank den Gärtnern von Eden diese 180-Grad-Stilwende unter Einbeziehung einiger markanter Objekte aus dem Bestand – und vielleicht hat der umgestaltete Garten gerade wegen dieses Zusammenspiels heute einen derart individuellen Charakter.

Den Garten neu erfunden

Die Liste der Elemente, die aus dem alten Garten übernommen wurden, ist trotz der grundlegenden Neugestaltung vergleichsweise lang: Die vier ausgewachsenen Buchen sind an ihren Standorten geblieben, ebenso der Metallpavillon auf dem Hügel im hinteren Gartenbereich, das seitlich platzierte hölzerne Gartenhaus und die stilprägenden Backsteinmauern. Dennoch hat dieser Garten durch die Renovierung einen vollkommen neuen Charakter bekommen. Was früher eher zusammengewürfelt und in den Proportionen nicht stimmig wirkte, bildet heute ein harmonisches Ganzes – und gleichzeitig reichlich Abwechslung für das Auge.

Terrasse mit zwei Stühlen und Kiesfläche im Gartenbereich eines Hauses.

So geht Sitzplatz im Garten

Der Garten bekam ein großzügiges Upgrade in Sachen Terrassenfläche. Wo sich vorher knapp bemessene Bereiche mit einfachen Bodenplatten und gekieste Flächen befanden, erstreckt sich heute eine großzügige, einheitlich mit elegantem Blaustein belegte Terrasse. Ein in die Fläche eingeschnittenes Beet – schlicht, aber üppig mit Lavendel bepflanzt – sorgt für eine sanfte Trennung zwischen Lounge- und Essbereich.

Charakterbildend für den Garten waren und sind die Backsteinmauern, die den einen Teil der ausgedehnten Terrasse umfangen. Schon der verwendete Stein ist recht ausdrucksstark. Die Gärtner von Eden übernahmen dieses charakterstarke wie einzigartige Bauwerk in seine Neuinterpretation des Gartens und schuf mit dem Dunkelgrau und den großen Formaten der Blaustein-Bodenplatten einen ruhigen Gegenpol zur Kleinteiligkeit der Mauern. Als Ensemble funktionieren Terrassenboden und Gartenmauer hervorragend und bilden das ideale Umfeld für einen heimeligen Sitzplatz.

Garten mit einem Tisch und Stühlen auf einer Terrasse hinter einem Wohnhaus.
Ein beleuchteter Garten mit einem Swimmingpool und Liegen in der Dämmerung.

Gartenübergänge geschaffen

Mehrere nur grob behauene Natursteinquader fassen die Terrasse in loser Folge ein. Sie sind Fortsetzung, Begrenzung und Überleitung in einem. Als zusätzliche Sitzgelegenheiten erweitern sie die Nutzungsmöglichkeiten der Terrasse. Gleichzeitig umrahmen sie sie und schließen sie gegen die angrenzenden Beetflächen ab. Ihre rauen Konturen bilden einen reizvollen Kontrast zu den exakt gearbeiteten Kanten und Oberflächen der Blausteinplatten und den perfekten Übergang zwischen dem intensiv gestalteten Terrassenbereich und dem sich anschließenden wilderen Teil des Gartens.

Ein Garten mit verschiedenen Pflanzen und Steinen, die einen Weg bilden.
Blick auf einen Garten mit blühenden Pflanzen und einer Steinmauer im Hintergrund.

Spiel mit den Höhen

Zu den Besonderheiten des eher kleinen Grundstücks gehörte schon vor der Umgestaltung ein stattlicher Hügel mit steiler Böschung. Auf ihm thronen die vier großen Buchen, die den Charakter des Gartens maßgeblich bestimmen. Ihre erhöhte Position verleiht ihnen eine zusätzliche Portion Erhabenheit, stärkt aber auch ihre Dominanz – durchaus eine Herausforderung für die Gestaltung.

 Um dem Hügel etwas von seiner Mächtigkeit zu nehmen, trugen die Gartengestalter einen Teil der Böschung ab und fingen diese mit einer Trockenmauer ab. Die harmoniert bestens mit den Steinquadern rund um die Terrasse – ein schöner Kniff, um zwischen Baumhügel und Sitzplätzen eine optische Verbindung herzustellen. Nicht bis ins Detail planbar war indes der Verlauf der Trockenmauer. Der ergab sich erst im Verlauf der Arbeiten. Weil das Wurzelwerk der auf dem Hügel stehenden Buchen bei den Arbeiten keinesfalls in Mittleidenschaft gezogen werden durfte, mussten die Gartengestalter sich vorsichtig vorarbeiten und den Verlauf der Mauer spontan festlegen.  

Das eigene Gartenwäldchen

Die vier alten Bäume auf dem Hügel ließen diesen Gartenteil schon vor der Umgestaltung wie einen Mini-Wald erscheinen – ein Thema, das die Gärtner von Eden nur zu gerne aufnahm und in ihre Umgestaltung konsequent weiterentwickelten. Aus dem baumbestandenen Hügel formten sie einen Waldgarten im Kleinformat. Unter den hohen Bäumen gedeiht heute eine üppige Bepflanzung aus schattenverträglichen Arten wie Farnen, Hortensien, Herbstanemonen und Funkien.

Ein Bewässerungsrohr in einem Garten, umgeben von Pflanzen und Moos.
Drei schwarze Platten auf zwei großen Steinen in einem Garten mit verschiedenen Blumen und Pflanzen.
Eisenlaube in einem Garten, umgeben von Bäumen und Pflanzen.
Ein Holztisch mit Stühlen in einem Garten, umgeben von Pflanzen und Bäumen.
Steinbrunnen mit einer Kopfskulptur, umgeben von lila Lavendelblüten in einem Garten.

Auf Erkundungstour im Garten

Wo vorher – ganz im Stile mediterraner Gärten – Kies der Belag der Wahl für die Gartenwege war, entschieden sich die Gärtner von Eden passend zum etwas rauen Charme des Ortes für ein kleinformatiges Natursteinpflaster als Wegbelag. Heute erschließt der Gartenweg zwar in gerader Linienführung die hinteren Gartenbereiche. Doch sind hier Pflanzungen und Mauern so angelegt, dass man – trotz der recht geringen Grundstücksgröße – diesen Garten nie auf einen Blick erfassen kann. Das lädt zu immer neuen Entdeckungen ein und lässt das Grundstück deutlich größer erscheinen, als es eigentlich ist.

Gartenbereich mit Ziegelwand, Bewässerungsgerät und Pflanzen in Töpfen.