Profitipps für die Gestaltung von Sitzplätzen im Garten

Einfach nur sitzen gehört zu des Gartenbesitzers liebsten Tätigkeiten: mit Freunden und Familie auf der Terrasse, in trauter Zweisamkeit unter der Pergola, zum Lesen am Wasser oder zurückgezogen unter einem Rosenbogen. Damit das Verweilen im grünen Wohnzimmer zum puren Genuss wird, haben die Gärtner von Eden 6 Tipps zusammengestellt, worauf bei der Planung von Sitzplätzen zu achten ist.

Tipp 1: Nicht nur auf eine Terrasse setzen

Der Sitzplatz muss nicht immer auf der Terrasse liegen und die Terrasse braucht nicht der einzige Sitzplatz im Garten zu sein. Im Gegenteil – selbst in kleinen Gärten ist bei geschickter Planung meist Platz für zwei, auf größeren Grundstücken auch mehr Sitzplätze. Sich nicht auf einen Ort zu beschränken, hat gleich aus mehreren Gründen Charme: Zum einen bringen mehrere Verweilorte Perspektivwechsel ins Spiel. Der Blick vom Haus in den Garten ist einfach ein anderer als der vom Garten Richtung Haus. Auch lassen sich so gezielt Lieblingsecken erschließen, Rückzugsorte für einzelne Familienmitglieder schaffen und – ganz wichtig – die Nutzungszeiten für den Garten ausdehnen. Denn wer die Standorte seiner Sitzplätze dem Sonnenlauf anpasst, hat für Frühstück, Kaffeetafel oder Absacker immer ein helles, warmes oder in der Mittagshitze ein angenehm schattiges Plätzchen.

Wer regelmäßig draußen essen möchte, sollte seinen Sitzplatz mit direktem Zugang zur Küche anlegen, um möglichst kurze Laufwege zu haben, für das Frühstück im Garten sollte es ein Plätzchen in der Morgensonne geben und der abendliche Absacker lässt sich besonders gut an einem Ort genießen, den die letzten Sonnenstrahlen des Tages noch möglichst lange wärmen. Zudem gilt, dass ein Sitzplatz zum Wohlfühlen niemals ungeschützt, also mit Sicht- und Windschutz ausgestattet sein sollte. Denn der sorgt für Intimität und damit für Wohlbefinden.

Gartenbereich mit Holzpergola und bunten Sitzmöbeln auf einem gepflasterten Boden.
Ein weißer Stuhl und ein Sonnenschirm in einem Garten mit verschiedenen Pflanzen und Gräsern.

Tipp 2: Auf die passenden Bodenbeläge für Terrasse und Co. wählen

Geht es um die hausnahe Terrasse, sollte sich die Auswahl des Bodenbelags an der Architektur des Hauses orientieren. Sind allerdings weitere Sitzplätze im Garten vorgesehen, können diese durchaus mit eigenständigen Materialien bestückt werden – vorausgesetzt, die Harmonie der Gesamtanlage bleibt erhalten. Nachhaltigkeit sollte bei Steinen und Holz heutzutage selbstverständlich sein. Die ist zum Beispiel gegeben, wenn man auf regionalen Naturstein setzt. Eine Investition, die sich lohnt, denn häufig ist ein solcher Stein stilbildend für die Architektur der Region. Gefragt sind weiterhin großformatige Platten aus Natur- oder Betonstein. Sie sorgen für eine designorientierte und großzügige Optik, brauchen aber Fläche, um zu wirken.

 Holzdecks haben zwar eine geringere Lebensdauer als steinerne Terrassen, sorgen aber für Wärme – optisch ebenso wie beim Barfußlaufen. Vorsicht ist nur bei Nässe geboten, da Holz leicht rutschig werden kann. Überhaupt sollte das Thema Stand- und Trittsicherheit immer Berücksichtigung finden – denn es gibt nichts Nervigeres als einen Esstisch, der auf unebenem Grund dauernd wackelt. Abseits der Hauptterrasse können Kies oder Splitt reizvolle Akzente setzen – und auch eine gemähte Insel in der Wildblumenwiese kann der ideale Untergrund für einen Lieblingsplatz sein.

Zwei rote Liegestühle mit einem kleinen Tisch in einem Gartenbereich.
Holzdeck mit Tisch und Stühlen sowie einem Kiesweg in einem Garten mit Pflanzen.
Ein Gartentisch mit Stühlen und einer Obstschale auf der Tischplatte in einem Garten.

Tipp 3: Schöne Beete rund um den Sitzplatz

Besonders schön ist es, wenn die Bepflanzung rund um den Sitzplatz sowohl für das Auge als auch für alle anderen Sinne viel Anregendes bietet – also zum Beispiel die bunte Blütenpracht von Stauden in Kombination mit intensiv duftenden Rosen und würzigen Kräutern. Verschiedene Blattstrukturen sorgen zudem für haptische Abwechslung. Pflanzen, die mit ihren Blüten Insekten anziehen, sind gut für die Artenvielfalt und sorgen dafür, dass es beim Aufenthalt auf der Terrasse auch noch etwas zu beobachten gibt. Für Sichtschutz und damit für die Intimität des Sitzplatzes eignen sich Heckenpflanzungen oder auch Spalierbäume. Die schirmen den Rückzugsort gegen allzu neugierige Blicke von oben ab.

Tipp 4: Den Sitzplatz in der passenden Größe planen

Grundsätzlich gilt für die Terrasse wie für vieles andere: Die Proportionen müssen stimmen. Das bedeutet, die Terrasse sollte zu den Abmessungen des Gartens passen. Wer gern regelmäßig Gäste in seinem Garten bewirtet, sollte darauf achten, dass ein großer Gartentisch nebst Bestuhlung bequem auf die Hauptterrasse passt und rundherum noch genügend Raum für Laufwege ist. Abseits des Hauses darf es dann gern auch intimer zugehen: Auf zwei mal zwei Metern etwa findet ein heimeliger Sitzplatz für zwei reichlich Platz, und wer sich mit Liegestuhl und Buch an ein abgeschiedenes Plätzchen zurückziehen möchte, kommt sogar mit noch weniger Platz aus.

Gartenbereich mit Sitzplätzen und bunten Blumenbeeten, darunter Pfingstrosen und andere Pflanzen.
Gartenbereich mit vier Holzstühlen und einem kleinen Tisch in der Mitte.

Tipp 5: Beleuchtung für den Gartensitzplatz einplanen

Damit man seinen liebsten Gartensitzplatz auch in den Abendstunden nutzen kann, braucht es dort Licht. Sitzplätze sollen Wohlfühlorte sein. Deswegen empfiehlt es sich, die Umgebung heller als den eigentlichen Sitzplatz zu beleuchten und dort vor allem mit indirekter Beleuchtung zu arbeiten. Besonders spannend und schön für den Blick ist die richtige Inszenierung des Gartens. Das Anstrahlen von Solitärsträuchern, Bäumen oder architektonischen Highlights bringt Spannung und Tiefe. Auch der Einsatz von verschiedenen Lichtfarben kann schöne Akzente setzen. Trotzdem sollte der praktische Nutzungsaspekt nicht komplett aus dem Blick geraten, etwa in Form einer gezielten punktuellen Beleuchtung für den Grill oder einen Leseplatz.

Garten mit Blumenbeeten, einem Pool und Sitzplätzen unter einem Überdach.
Garten mit einer Vielzahl von Pflanzen und einem Tisch mit Stühlen im Freien.

Tipp 6: Die passende Ausstattung für den Sitzplatz im Garten

Wer den Platz dafür hat, sollte über die Anlage eines zusätzlichen überdachten Sitzplatzes nachdenken. Der sorgt für noch mehr Gartenvergnügen, da man hier auch bei schlechterem Wetter, im Herbst oder in den Abendstunden geschützt den Garten erleben kann. Ganz entscheidend dafür, wie ein Sitzplatz wirkt und ob man ihn gerne nutzt, sind die Gartenmöbel, mit denen man ihn ausstattet. Die Möblierung eines Sitzplatzes richtet sich ganz klar nach dessen Nutzung: Esstisch, solide Bänke und Stühle auf der Hauptterrasse, filigrane Bistromöbel oder eine Sitzbank unter einem Rankbogen auf dem Platz für zwei, Loungesofa dort, wo man in lockerer Atmosphäre zusammenkommen möchte, und Liegen oder Sitzsäcke in der Rückzugsecke.

Immer mitgedacht werden sollte in jedem Fall das Thema Sonnenschutz. Der macht den entscheidenden Unterschied bei der Aufenthaltsqualität, denn so schön das sprichwörtliche sonnige Plätzchen im Garten in der Theorie ist: Wenn die Sonne vom Himmel knallt, braucht es unbedingt einen Sonnenschirm oder ein Sonnensegel, damit man eine Terrasse überhaupt nutzen kann. Ein Außenkamin oder eine Feuerschale schaffen Atmosphäre und wärmen, und Jungeltern können sogar darüber nachdenken, die Sandkiste für den Nachwuchs ins Holzdeck zu integrieren, damit man diesen beim Buddeln immer im Blick hat.